Viele schreiben gern, wenige verdienen damit Geld. Dieses Buch zeigt den Weg dazwischen: wie du als freiberuflicher Texter startest, Kunden findest und dabei Steuern und Rechtliches im Griff behältst.
Die Autorin Claudia Koppe schreibt aus eigener Erfahrung. Sie arbeitet seit 2010 als Texterin im Internet und hat nach eigener Aussage alle Stufen vom Anfänger bis zur Profi-Texterin durchlaufen.
Das Buch in einem Satz: Ein Wegweiser für den Start als freiberuflicher Texter: von der Anmeldung über die ersten Auftraggeber bis zu Steuern, Handwerk und Disziplin im Homeoffice.
Für dich, wenn …
- Du schreibst gern und überlegst, als Texter nebenberuflich oder hauptberuflich Geld zu verdienen.
- Du weißt nicht, wo du Auftraggeber findest und was deine Texte wert sind.
- Du willst vor dem Start wissen, welche Anmeldungen, Steuern und Fallen auf dich zukommen.
Eher nicht für dich, wenn …
- Du arbeitest bereits erfolgreich als Texter und suchst Strategien für höhere Honorare oder Spezialisierung.
- Du suchst ein Lehrbuch über Werbetexten oder Copywriting.
- Du brauchst aktuelle Zahlen zu Honoraren und zum Textmarkt nach dem Aufkommen von KI-Tools.
Worum es in dem Buch geht
Das Buch hat fünf Teile. Es beginnt mit dem Unterschied zwischen Schreiben und Texten und mit praktischen Fragen: Welche Anmeldungen sind nötig? Braucht man eine Ausbildung? Ist „Texter“ eine geschützte Berufsbezeichnung?
Danach geht es ums Geldverdienen: Textportale, eigene Kunden, Bloggen, Buchautor werden und Tantiemen der VG Wort. Teil drei behandelt Rechnungen, Steuern und Rechtliches. Teil vier beschreibt die Fertigkeiten eines Texters. Den Schluss bilden zehn Tipps für Disziplin im Homeoffice.
Die wichtigsten Ideen aus dem Buch
Textportale sind ein Einstieg, kein Ziel
Das Buch beschreibt Textportale als schnellen Einstieg: Du bekommst ohne Akquise erste Aufträge und Übung. Dauerhaft bessere Honorare bringen aber eigene Kunden aus Jobbörsen, Netzwerken und Empfehlungen.
Setz dir ein Datum, ab dem du mindestens die Hälfte deines Umsatzes mit eigenen Kunden machen willst.
Ein Preis braucht eine Strategie
Ein eigenes Kapitel widmet sich Zahlungsausfällen und Preisstrategie. Der Gedanke dahinter: Wer seinen Preis nicht kennt, nimmt jeden Auftrag und verdient zu wenig.
Rechne aus, wie viele Wörter du pro Stunde schreibst. Teile deinen Wunsch-Stundensatz durch diese Zahl. Das ist dein Mindestpreis pro Wort.
Mehrere Einnahmequellen machen unabhängiger
Neben Auftragstexten nennt das Buch weitere Wege: eigene Blogs, Bücher und Ausschüttungen der VG Wort für Texte im Internet. Jeder Weg für sich ist klein, zusammen machen sie unabhängiger von einzelnen Kunden.
Prüf, ob deine veröffentlichten Texte die Voraussetzungen der VG Wort erfüllen, und melde sie an.
Handwerk ist mehr als Schreiben
Der Teil über die Fertigkeiten zählt auf, was Auftraggeber erwarten. Dazu gehören sorgfältige Recherche und Grundwissen über Keywords und SEO. Ebenso wichtig sind eine klare Struktur, Formatierung fürs Web und fehlerfreie Sprache.
Lass einen deiner Texte von jemandem gegenlesen, der dein Thema nicht kennt. Wo stockt der Leser?
Homeoffice braucht Regeln
Die zehn Tipps zum Schluss drehen sich um feste Zeiten, die Trennung von Arbeit und Privatem, Ergonomie, Ablenkung und klare Ziele. Ein Punkt, der oft vergessen wird: die Familie aufklären, dass Arbeit zu Hause trotzdem Arbeit ist.
Leg für die nächste Woche feste Schreibzeiten fest und sag sie deiner Familie an.
So setzt du das Buch diese Woche um
Was fehlt oder veraltet ist
Das Buch ist 2016 erschienen. Der Weg in die Selbstständigkeit ist im Kern gleich geblieben, der Markt hat sich aber verändert:
- KI-Tools: Einfache Massentexte entstehen heute oft mit KI. Wer als Texter gutes Geld verdienen will, braucht Spezialwissen, eine eigene Stimme oder Branchenkenntnis. Das Buch kann darauf noch nicht eingehen.
- Steuern: Für Kleinunternehmer gelten seit 2025 neue Grenzen. Der Umsatz darf im Vorjahr 25.000 € und im laufenden Jahr 100.000 € nicht übersteigen. Prüf alle Steuerangaben mit dem aktuellen Stand oder mit deinem Steuerberater.
- VG Wort: Die Ausschüttung für Texte im Internet (METIS) wurde 2025 reformiert. Prüf die aktuellen Bedingungen direkt bei der VG Wort.
- Portale und Plattformen: Einzelne Textportale haben sich verändert oder sind verschwunden. Die Strategie bleibt richtig, die konkreten Namen solltest du selbst prüfen.
- Ansprache: Das Buch siezt seine Leser.
Häufige Fragen
Kann man als Texter wirklich von zu Hause Geld verdienen?
Ja, viele Texter arbeiten freiberuflich im Homeoffice. Das Buch zeigt die Wege dorthin. Wie viel du verdienst, hängt stark von Spezialisierung, Kundenstamm und Preisstrategie ab.
Braucht man eine Ausbildung, um Texter zu werden?
Das Buch geht genau dieser Frage nach. „Texter“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Entscheidend sind Schreibhandwerk, Zuverlässigkeit und Arbeitsproben.
Ist das Buch nach 2016 noch aktuell?
Der Teil über Selbstorganisation, Handwerk und Kundengewinnung ja. Steuerangaben, Portale und den Einfluss von KI-Tools solltest du mit dem heutigen Stand abgleichen.
Wenn nicht dieses Buch, dann …
Lies mich! von Claudia Koppe
Von derselben Autorin, aber zum Handwerk: wie du mit Wörtern, Bildern und Techniken bessere Texte schreibst.
Die Macht der Überschrift von Michael Meckelein
Vertieft eine Fähigkeit, die Auftraggeber an Textern besonders schätzen: Überschriften, die geklickt werden.